Henning Pawel
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H e n n i n g    P a w e l
Henning Pawel 1944 in Mecklenburg in einer deutsch-jüdischen Familie geboren, Kindheit und Jugend in Thüringen, 1964 Abitur, Ausbildung als Repro-Fotograf, Berufskraftfahrer, studierte Jura und Kulturwissenschaften,1969-74 Tätigkeit im kulturellen Bereich, Journalist,1974-1983 Stadtbezirksrat für Kultur in Erfurt - Mitte, seit 1983 freier Autor, Hörspiele, Texte für Kabarett und Volksfeste, Kindertheaterstücke, 1989 - 92 Vorsitzender des Thüringer Schriftstellerverbandes und der Literarischen Gesellschaft Thüringens.
Danach als Buch-, Funk- und Fernsehautor und als Journalist tätig. 

Alter 60 Jahre, 182 cm groß, blaue Augen, braun- graues Haar. 
 

Besondere Kennzeichen:  Älter und nicht mehr ganz schön, mit noch älterem und immer noch sehr schönem Hund, der auf den Namen Benny hört. 

Handicaps: Beginnende Kahlheit, bei Pawel auf dem Kopf, beim Hund Ben am Bauch. Beide haben schlechte Augen, daher sind Brillen von Nöten. Während sich Pawel jedenfalls bei der Arbeit mit einer Brille bestückt, lehnt der Hund Sehhilfen kategorisch ab. Er rennt daher auch des Nachts mitunter gegen einen Schrank, bellt diesen dann wütend an und weckt die ganze Familie. Wenn alle wach sind und Hund Ben genügend bedauert und geherzt haben, kann der wieder einschlafen. Die anderen können es meistens nicht und sind den ganzen darauffolgenden Tag müde. 
Pawel hat ebenso wie sein Hund Ben Übergewicht sowie allerlei eingebildete oder tatsächliche Leiden. Außerdem haben die beiden immer Hunger.

Leidenschaften: Henning Pawel liebt seinen Hund Ben. Außerdem liebt er Bücher und Knödel aus Matzenmehl mit gutem Rindfleisch als Beilage. 
Ehefrau, Mutter, Schwester, Kinder, Kindeskinder, Freunde und sein Zuhause liebt er natürlich auch.
Der Hund Ben seinerseits liebt Henning Pawel, dessen Frau, alle Kinder, Kindeskinder und sein Zuhause. Noch stärker lodert die Leidenschaft des 36- Kilo schweren Vierbeiners für Hühnersuppe mit Fleischeinlage oder Rosenkohl in Schinken gedünstet. Da jeder weiß, dass Hunde keine Knochen fressen dürfen, schon gar nicht vom Geflügel, Ben weiß das natürlich auch, besteht er immer auf seiner entbeinten Keule, dem Bürzel und den Knorpelteilen. Vom Rosenkohl entfernt er zuerst sehr geschickt den Schinkenwickel und verzehrt ihn. Dann kommt das ausgewickelte Kohlröschen an die Reihe. Er wirft das appetitliche Teil mit einem geschickten Schlenker in die Luft, fängt es mit seinem großen Maul auf, um es dann genießerisch zu verschlingen. 
Die höchsten Wellen aber schlägt Bens Leidenschaft, wenn die drei Boxerhündinnen aus dem Nachbarhaus auftauchen. Wegen ihnen sitzt das arme Schlappohr auch in gewissen Frühlingsnächten stundenlang am Fenster seines Hauses und jammert verliebt vor sich hin, was Henning Pawel nun ganz bestimmt nicht mehr passieren könnte.

Lieblingsplätze: Der Römerkrug in Hannover; jede Bibliothek; Buchhandlungen; der Kühlschrank in der Küche; der Kreuzberg in der Rhön wegen seiner unglaublichen Seelenlandschaften und dem einmaligen selbstgebrauten Klosterbier sowie der herrlichen gepökelten Eisbeine; die Baross Utca 17 in Budapest wegen wunderbarer, unvergesslicher Freundschaft und gefülltem Paprikakraut. 

Lieblingsbeschäftigungen: Pawel und Hund futtern für ihr Leben gerne. Noch lieber aber schreibt der Dichter Bücher und Hörspiele, kritzelt für Zeitungen, Kabarett, Fernsehen, Theater und Film. 
Der Hund Ben liegt meistens hinter dem Computerstuhl auf einer Couch. Von dort aus beobachtet Ben seinen Menschen beim Schreiben. 
Ist Pawel nach stundenlanger Arbeit müde geworden und verlangt von seinem Hund ein Quäntchen Platz auf der Couch, stellt sich dieser grundsätzlich taub. Zum einen hört er wirklich nicht mehr gut, zum anderen aber ist für zwei Leute von solchem Kaliber wirklich zu wenig Platz. Warum sollte da ausgerechnet der Hund Platz machen? 
Um doch noch zu seiner Siesta zu kommen, begibt sich Pawel in einen anderen Raum zu einer anderen Liege. Doch er hat sich kaum darauf niedergelassen, erscheint auch schon der Hund und beansprucht nun seinerseits Platz auf dem Möbel. Diesmal stellt sich der Dichter taub, was ihm aber gar nichts nützt. Ben schiebt und bohrt ihm seinen dicken Kopf so lange in die Rippen, bis dieser genervt aufgibt, fluchend zur Wand rückt und dem Hund damit den Platz gibt, welchen dieser benötigt.

Wenn Henning Pawel nicht schreibt, schläft oder speist, geht er spazieren. Natürlich niemals ohne Hund. Spazieren tut beiden gut. 
Als weitere Lieblinsbeschäftigung besucht Henning Pawel regelmäßig sein Mütterlein. Es ist im 92. Lebensjahr und erkennt ihren Sohn oft gar nicht mehr. Das macht ihn traurig. Andererseits sagt er sich immer: sie hat dich ja lange genug gekannt.Mehr als 60 Jahre von ihren zweiundneunzig. Und irgendwann im Leben ist es eben vorbei mit jeder Bekanntschaft, Freundschaft oder Verwandtschaft. Man kann gar nichts dagegen machen. Nur traurig sein und dafür sorgen, dass es Mütterchen Hanna an nichts fehlt. Hund Ben nimmt die ganze Sache viel gelassener. Er begrüßt Pawels Mutter immer auf das Herzlichste und sie grüßt ebenso herzlich zurück  Pawels Mutter kennt den Hund merkwürdigerweise noch. Zwar nicht mehr bei seinem Namen. Sie ruft ihn jetzt immer Monsieur Köter. Manchmal jedoch nennt sie ihn freundlich mein Guter, was sie früher auch zu Pawel gesagt hat. 


 

 
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