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| ----------- | H e n n i n g P a w e l „Mein Leben mit der Stasi und danach“ 1944: In Mecklenburg in einer deutsch-jüdischen Familie geboren, Neunzehn seiner Angehörigen wurden im Nationalsozialismus ermordet, Kindheit und Jugend in Thüringen, 1964: Abitur an der Volkshochschule, Berufskraftfahrer, 1965: Beginn eines Jurastudiums an der Humboldt-Universität, 1966: Exmatrikulation, (Stasiakten S.12) 1967: Eröffnung des operativen Vorgangs „Student“ gegen Henning Pawel, Informationen und Berichte sowie Einsatz zahlreicher Stasimitarbeiter gegen Pawel (Stasiakten S. 6-12) 1966-68: Arbeit als Kohlefahrer-VEB Brennstoffe Meiningen, auf dem Bau und im Güterfernverkehr, 1968: Einberufung zur NVA, Pawel wird als Wehrpflichtiger in eine Vermessungseinheit der NVA nach Prenzlau einberufen, auf Betreiben der Stasi und der Militärstaatsanwaltschaft wegen „beabsichtigter Republikflucht“ in Haft genommen, Entlassung wegen mangelnder Beweise, Versetzung in eine Mot. Schützeneinheit. Nov.1969: Beginn einer Tätigkeit im kulturellen Bereich der Stadt Erfurt, Beginn der „Aktion Konfrontation“ durch die Stasi gegen Henning Pawel. (Stasiakten S.15-16) 1970: Anlässlich eines Familienfestes in Anwesenheit zahlreicher Gäste- erneute Festnahme Pawels durch die Stasi, tagelange Verhöre, Anlaß war der Besuch Willi Brandts in Erfurt sowie der erneute Vorwurf eines illegalen bewaffneten Grenzdurchbruchs (Stasiakten S.13) 1970: Pawels Buchmanuskript „Jüdische Geschichten“ wird vom Verlag „Die Nation“ abgelehnt. 1972-73: Arbeit als Redakteur bei der Regional-Zeitung „Das Volk“. Entlassungsbegründung: „Pawel bietet nicht die Gewähr für einen sozialistischen Journalisten.“ (Personalakte Pawel) 1973-74: Arbeit als Kraftfahrer. 1974: Beginn der Arbeit in der Abteilung Kultur im Stadtbezirk Erfurt-Mitte, 1975: Buchmanuskript „Perlen im See“ wird von vier Verlagen abgelehnt, 1975: Pawel ruft das Krämerbrückenfest in der Erfurter Altstadt ins Leben. Er schreibt und inszeniert bis 1985 Possen sowie Eulenspiegeleien, die durch die Erfurter Städtischen Bühnen aufgeführt und von zehntausenden Menschen gesehen werden. Mehrfache, durch die Stasi inszenierte Disziplinar- und Parteimaßnahmen gegen Henning Pawel, wegen des Inhalts der Stücke und angeblicher Vergleiche historischer mit noch lebenden Personen. 1975: Flucht des exponierten Wissenschaftlers und engen Freundes von Henning Pawel - Dr.Klaus D., der an streng geheimen Vorhaben der DDR arbeitete, kurz danach Flucht seiner vierköpfiger Familie nach Westdeutschland. Pawel gerät erneut in das Visier der Stasi, konkret der Spionageabwehr. Diese bezeichnet die Flucht des Freundes als eine Aktion des CIA und bezichtigt Pawel nebst Ehefrau der Fluchtbegünstigung und Mitwisserschaft. Um dem existenzbedrohenden Verdacht zu begegnen und seine Nichtmitwisserschaft zu beweisen, erklärt er sich bereit, Telefonate mit dem geflohenen Freund, der sich im Westen ín Sicherheit befindet, zu führen. Da aus der Provinz zu dieser Zeit das Durchwählen in die BRD noch nicht möglich war, fuhr Pawel bis 1977 ca. 15 Mal auf Geheiß der Stasi nach Berlin, um von dort aus direkt mit D. zu telefonieren. Er schreibt 1977 auf Forderung der Stasi nach einer Vorlage eine Erklärung, in der er seine Loyalität gegenüber der DDR betont. Er verpflichtet sich, über alle Maßnahmen der Stasi zu schweigen und alle Verdachtsmomente, seien es auch die kleinsten, die ihm auffallen, sofort den staatlichen Organen zu melden, was aber nachweislich nicht geschieht. Ihm wird mitgeteilt, dass er unter dem Decknamen „Oertel“ registriert wird. Pawel lässt seinem Freund Klaus D. paralell zu den Telefonaten, die von der Stasi mitgehört werden, durch Vertraute Warnungen zukommen. 1976: Ein Vertreter des CIA erscheint, angeblich im Auftrag des geflohenen Wissenschaftlers, in Pawels Erfurter Wohnung und will ihn samt Ehefrau, die als Zahnärztin im Offiziersrang bei der NVA von besonderem Interesse ist, zur Mitarbeit werben. Die Pawels glauben an eine Provokation durch die Stasi und bringen das auch zum Ausdruck. Bei einem zweiten Anwerbungsversuch stellt es sich heraus, dass es sich tatsächlich um eine echte CIA-Initiative handelte, die ebenfalls kategorisch abgelehnt wird. Die Stasi versucht Dr. Edith Pawel zur Beobachtung ihres Ehemannes Henning Pawel und als IM zu gewinnen. Das Ansinnen wird abgelehnt Erneute Initiative von Frau Dr. Pawels Exmann, einem brutalen Menschen, der seine Kinder mehrfach misshandelt hatte, das Sorgerecht für sie zu bekommen. 1976: Pawel erhält von der Stasi die Aufforderung, sich als „ Kundschafter“ nach dem Westen schleusen zu lassen. Das Ansinnen wird abgelehnt. Wie sich später herausstellen sollte, wurde die Absicht, Pawel nach dem Westen zu schleusen, wegen des absoluten Misstrauens frühzeitig verworfen. 1976: Pawel wird Opfer eines Auffahrverkehrsunfalls, verursacht durch ein ihn beschattendes Fahrzeug der Stasi. Sein Wagen nebst Inhalt, darunter ein Radiorekorder, nehmen schweren Schaden. Pawel erleidet Rippenbrüche und Schleudertraumata. Die Schadensregulierung wird im Rahmen einer Auszeichnung erledigt. Pawel erhält von der Stasi eine Medaille, dazu eine Prämie in Höhe von 500.- Mark und einen neuen Kassettenrecorder. 1976: Pawels Wohnung brennt völlig aus, die Familie besitzt nichts mehr und muss monatelang in einer Erfurter Notwohnung kampieren. 1977: Pawel weigert sich für die Stasi weitere Fahrten nach Berlin zu tätigen. Als Hauptgrund gibt er große betriebliche und familiäre Probleme an, sowie die hohen, für ihn nicht erschwinglichen Kosten für Übernachtung und die Fahrten im eigenen PKW. 1978: Manuskript zu „Hundeleben“ wird vom Mitteldeutschen Verlag abgelehnt. 1979: Krimihörspiel „Baby entführt“ 1979: Pawel soll Kontakt zu zwei in Weimar abgestiegenen westdeutschen Journalisten aufnehmen. Er geht dem durch die Stasi organisierten Kontakt gezielt aus dem Weg und behauptet, die Beiden nicht getroffen zu haben. 1979: Pawel hat im Laufe seiner Tätigkeit als Kulturfunktionär über zwanzig Jugendclubs in der Erfurter Innenstadt gegründet. Ca. eintausend Jugendliche frequentieren die beliebten Einrichtungen regelmäßig. Parallel dazu entstehen Dutzende von Folklore- und sonstigen Volkskunstkollektiven. Die Stasi fordert in routienemäßigen Abständen Informationen über die Jugendclubs und die Musikgruppen. Pawel lehnt grundsätzlich ab. Er wird bis zum Ende seiner Tätigkeit im Stadtbezirk Erfurt Mitte nicht über einen einzigen Jugendlichen Negatives berichten. Er interveniert regelmäßig bei Polizei und Staatsanwaltschaft für Jugendliche, die aus den unterschiedlichsten Gründen festgenommen bzw. ins Visier von Kripo und Stasi geraten waren. 1980: Hörspiel „Das Amulett“ 1980: Die ARD-Journalisten Christian und Hans-Günther Oe.drehen in Erfurt einen Film. Pawel wird als offizieller, staatlicher Betreuer eingesetzt, gleichzeitig durch die Stasi aufgefordert, die beiden zu beobachten und einen Bericht zu schreiben. Pawel warnt die ihm völlig unbekannten Journalisten und fordert sie auf, der Stasi keinen Grund für Maßnahmen gegen sie zu liefern. (siehe 3: „ARD-Redakteure stellen klar: Wir sind nicht bespitzelt worden“ – Schreiben des ARD-Journalisten Dr.Ch.Oesterreich) 1980: Hörspielfolgen „Jedes Jahr im Mai“, „Neumanns zweimal klingeln“ 1980: Die Stasi setzt die zielgerichtete Überwachung Pawels fort. Pawel weigert sich die Folkloregruppe „ Brummtopf“ politisch zu disziplinieren (siehe Beschattungs- und Abhörprotokolle, Bericht IM Heine – Stasiakten S.28) 1980: Stasiaktion „Wer ist wer? „ gegen Henning Pawel Abhör und Überwachsungsprotokolle (Stasiakten S.29, 30-38) 1981: Hörspiele „Waldstrasse 10“, „Geheimnis der Satanseiche“ Ablehnung des Buchmanuskripts „Die Siedlung der Freunde“ durch Buchverlag „Der Morgen“. 1981: Pawel trifft in der Sowjetunion mit dem Oberstmathematiker der Kosmonauten und Mitstreiter Lew Kopelews, Prof. Dr. Georg Samoilowitsch, zusammen. Samoilowitsch, ein hochdekorierter sowjetischer Veteran des zweiten Weltkrieges ist der Kopf einer russischen Dissidentengruppe. Er lebt wegen seiner regimekritischen Haltung seit vielen Jahren unter ständigen Repressionen bzw. intensiver Beobachtung. Samoilowitsch bittet Pawel um Hilfe. In den Jahren bis 1988 befördert Pawel für Samoilowitsch und andere Dissidenten Dokumente und Botschaften außer Landes. 1987: Prof. Samoilowitsch erkrankt schwer an Leukämie. Jede effektive ärztl. Hilfe wird ihm in der Sowjetunion verweigert. Durch eine konzertierte Aktion, an der auch Pawel beteiligt ist, mit Hilfe der ehemaligen englischen Premierministerin Margret Thatcher darf Samoilowitsch endlich ausreisen. Er wird in England behandelt und kann gerettet werden. Seine Frau Vera und Sohn Victor müssen zurückbleiben. (siehe 4: „Moskauer Dissidenten: Edith und Henning Pawel haben uns und unserer Bewegung sehr geholfen“ - Brief des ehemaligen sowjetischen Oberstmathematikers und Dissidenten Prof. Dr. George Samoilovitsch). 1981: Das Buchmanuskript „Der Hut, der alles ändert“ wird vom Mitteldeutschen Verlag abgelehnt, 1981: Gegen Pawel wird auf Grund einer Information der Stasi wegen negativen Verhaltens ein Disziplinar- und Parteiverfahren eröffnet. (Stasiakten- S.42) 1983: Erneute Beschwerden der Stasi über „IM Oertel“s negatives, staats- und parteifeindliches Verhalten, Versuche sich die Stasi vom Hals zu schaffen werden immer intensiver (Stasiakten – S.45) 1983: Drehbuch und Regie für das Neptunfest am Erfurter Nordstrand 1983: Pawel wird Kanditat des Schriftstellerverbandes, Stasi überwacht ihn weiter lückenlos, (Stasiakten – S. 39, 40) 1984: Pawel gibt die Arbeit im staatlich-kulturellen Bereich auf. Er wird freier Autor und zeigt auch weiter keine Bereitschaft mit der Stasi zu kooperieren (Stasiakten – S. 46, 47, 48) 1985: Stasi versucht erneut vergeblich Infos von „IM Oertel“ zu bekommen. 1985: Beginn der Arbeit an der Fernsehserie “Pierre de Coubertin“, das Stück wird trotz sieben Überarbeitungen und immer harmloserer Dialoge nicht gesendet. 1985: „IM Oertel“ lehnt erneut ab Berichte über den Schrifstellerverband zu liefern, kritisiert massiv Verhältnisse in DDR Zuchthäusern (Stasiakten S.49) 1986: Beginn an der Arbeit zur Fernsehserie mit „Pauken und Trompeten“ ,Satire über die Gründung einer Blaskapelle. Die Serie wird sechsmal überarbeitet und nicht gesendet, 1986: Manuskript zu „ Eine Bande irrer Freunde“ wird von fünf Verlagen abgelehnt, „Jüdische Geschichten“ ebenso oft. 1987: Stasibericht über Pawels ökologische Ansichten. (Stasiakten S.50) 1988: „Joschkas Hund“ wird vom Kinderbuch Verlag angenommen, 1988: Kabarettprogramm „Das Leben ist eine einzige Frechheit“, ca 40 Aufführungen in Freizeiteinrichtungen, plötzlich keinerlei Auftrittsmöglichkeiten mehr. 1989: Gemeinsam mit dem späteren Erfurter OB Manfred Ruge, dem Bürgerrechtler und Schriftsteller Hans-Jörg Dost sowie weiteren Persönlichkeiten wird Henning Pawel bei dem amtierenden Erfurter OB vorstellig und fordert Aufklärung über den Wahlbetrug in Erfurt. 1989: Pawel wird zum Vertreter der Schriftsteller am Runden Tisch gewählt. 1990: Pawel wird zum Vorsitzenden des Thüringer Schriftstellerverbandes gewählt. Er gründet die Literarische Gesellschaft Thüringens und wird ebenfalls zum Vorsitzenden gewählt. 1991-1994: Kolumnist der Thüringer Landeszeitung Ab 1991: Buchveröffentlichungen und Preise in rascher Folge, „Joschkas Hund“ erhält den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis, „Jüdische Geschichten“ werden mit einem Stipendium des Landes Thüringen ausgezeichnet, „Wie ich Großvater einschloß, um die deutsche Einheit zu retten, Stipendium Stiftung Kulturfonds, „Die Dohle aus dem Morgenland“ erhält ein NRW- Stipendium, 1993: Pawel legt wegen mangelnder Unterstützung seine Ämter im Schriftstellerverband und in der Literarischen Gesellschaft nieder. 1994: Zu Pawels 50. Geburtstag werden Stasivorwürfe erhoben. Bis heute kann kein Name eines Geschädigten genannt werden. Gegenteilige Meinungen von Zeitzeugen bzw. Stasiverfolgten, die Pawel eindeutig entlasten, werden wie üblich unterschlagen. 1994-2004: Zahlreiche Veröffentlichungen von Büchern, Arbeiten für das Fernsehen, den Funk, Hörspiele, Publizistik, jährlich bis zu einhundert Lesungen in Schulen, Bibliotheken und Buchhandlungen (aus Büchern, familiären Dokumenten aus der Nazizeit und Stasiakten). 2001: Pawel erhält für seinen Roman „ Verbotener Sommer“, den Friedrich- Gerstäcker-Preis der Stadt Braunschweig. Erneut einsetzende Stasikampagne. Es gelingt den Initiatoren auch zwölf Jahre nach der Wende nicht, auch nur einen durch H. Pawel denunzierten Menschen zu finden, dennoch werden erneut immer die selben manipulierten Auszüge aus Stasiakten sowie eindeutige Lügen ins Feld geführt. Auch von der Stasi gesammelte persönliche Daten Pawels, gehässige persönliche Meinungen von Stasioffizieren über Pawel, manipulierte Zitate und frei erfundene Lügen werden u.a. der Bildzeitung zugespielt . Argumente und gegenteilige Beweise, welche die Integrität Pawels klar belegen, werden grundsätzlich nicht zur Kenntnis genommen Unter diesen Bedingungen ist Pawel nicht bereit, den Gerstäckerpreis anzunehmen. Er lehnt ihn ab. (siehe 7: „Henning Pawel hat in größter Integrität keinen Gebrauch von seinen Kenntnissen gemacht“ - Brief von Dr. Klaus D. an die Braunschweiger Zeitung) 2001: Die aktiv an der Verleumdungskampagne gegen Henning Pawel beteiligten Jürgen Hultenreich, Berlin und Friedhelm Mäker, Hamburg, nehmen ihre verleumderischen Lügen zurück, die sie gemeinsam mit dem ebenfalls als Lügner überführten Fotografen Peter Lorenz in der Braunschweiger Zeitung veröffentlichten. (siehe 5 : „Verleumdungen werden zurückgenommen“ - Brief von Jürgen Hultenreich und Erklärung von Friedrich Mäker). 2002: Zahlreiche Autoren sprechen Henning Pawel nach Einsicht in seine Stasiakten ihr Vertrauen aus. (siehe 2: „Autoren nehmen H. Pawel gegen Stasiverleumdungen in Schutz“ - Erklärung von 12 Autoren, die Einsicht in meine Stasiakten und Aussagen von Zeitzeugen nahmen. 2003: Weitere Bücher Pawels, sowie Funk- und Fernsehproduktionen. 2004: Dr. Klaus D. fordert Hultenreich und Mäker mehrfach auf, sich für ihre nichtswürdigen Lügen gegen Henning Pawel zu entschuldigen, bei denen sie auch ihn ohne jedes Recht auf übelste Art und Weise instrumentalisierten. Die Antwort erfolgt in der Huldenreich und Mäker gemäßen Weise durch weitere Lügen und Verleumdungen. (siehe 6: „Opfer wendet sich gegen Henning Pawels Verfolger“ - Brief von Dr. Klaus D.) 2004: Pawels Roman „Zwei Romeos für Julia“ wird von 29 deutschsprachigen Journalisten im Auftrag von Fokus und Dtl.Funk zum Buch des Monats gewählt. 2004: Henning Pawel beendet seinen satirisch-biografischen Roman „Ficken im Rathaus oder mit wem Deutschland die Einheit erstritt“, eine Wiederbegegnung mit verdienten Zeitgenossen und solchen, die es verdienen. Buch- und sonstige Veröffentlichungen Henning Pawels
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