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Henning Pawel - Antwort auf  Stasivorwürfe


Inhaltsübersicht:
 
 
1. Henning  Pawel zum Stasi-Sachverhalt
2. Autoren nehmen H. Pawel gegen Stasi-Verleumdungen in Schutz
3. ARD-Redakteure stellen klar: Wir sind nicht bespitzelt worden
4. Moskauer Dissidenten: Edith und Henning Pawel haben uns und unserer Bewegung sehr geholfen
5. Verleumdungen werden zurück genommen
6. Aktuell: "Opfer " wendet sich gegen Henning Pawels Verfolger
7. "Opfer" erklärt der Braunschweiger Zeitung: Hennig Pawel hat in größter  Integrität keinen Gebrauch von seinen Kenntnissen gemacht
8. HenningPawel: " Mein Leben mit der Stasi und danach"
 
 
Henning Pawel wurde seit 1965 von der Stasi observiert;
hier die Kopien der Stasi-Akten über Henning Pawel:
(nach Seiten benannt)

6-12: Henning Pawel wird operativ bearbeitet
12: Die Stasi ermittelt gegen Henning Pawel - 
Henning Pawel war politisch nicht mehr tragbar für 
die Humboldt--Universität
13: Henning Pawel wird in der Stasiaktion „ Konfrontation“ bearbeitet
15: Stasi hält es für dringend nötig, Abhörmaßnahmen gegen Henning Pawel
durchzuführen
16:  Bearbeitung Henning Pawels in der Stasioperation „Student“ 
28: Henning Pawel fördert laut Stasi politisch negative Folkloregruppe
29: Henning Pawel (IM Oertel) unterhält laut Stasi freundschaftliche Verbindungen zu feindlichen Personen und Gruppierungen
30-38: Die Stasi lässt Henning Pawel mal wieder beobachten 
(Beobachtungsberichte)
39/40: Stasi lässt Schriftstellerverbandskandidaten Henning Pawel überprüfen
42: Henning Pawel (IM Oertel) lehnt Zusammenarbeit mit dem MfS ab
45: Henning Pawel (IM Oertel) zeigt keine Bereitschaft inoffiziell tätig zu werden
46: Henning Pawel (IM Oertel) ist nicht bereit der Stasi Auskunft zu geben
47:  Henning Pawel (IM Oertel) sieht keinerlei Notwendigkeit für Treffs mit der Stasi
48: Henning Pawel (IM Oertel) lehnt auch weiterhin Aufträge ab
49: Henning Pawel (IM Oertel) lehnt Informationen über Schriftstellerkollegen ab
und kritisiert Zustände in DDR-Zuchthäusern
50: Henning Pawel kritisiert laut Stasi das Waldsterben in der DDR 
(An der Fortsetzung dieses Verzeichnisses wird z.Zt. gearbeitet. Sie können aber schon jetzt alle Dokumente einsehen, wenn Sie den Links an den unteren Seitenrändern folgen und hier und da etwas Geduld für längere Ladezeiten aufbringen.)


Henning  Pawel zum Stasi-Sachverhalt


Erfurt, im Sommer 2005 
 

                                Liebe Freunde!

Wie ihr vielleicht wisst, wurden gegen mich Stasivorwürfe erhoben. Bezeichnender Weise tauchen diese Dinge immer bei Anlässen wie besonders guten Rezensionen meiner Bücher, Jubiläen und Literaturpreisen auf. Anders würden die Absender dieser Schmierereien nicht die geringste Öffentlichkeit finden. 

Um es vorweg zu nehmen, trotz größter Mühe konnte in all den Jahren kein Mensch gefunden werden, der behaupten kann, ich hätte ihn denunziert. Aber statt sich damit abzufinden, mussten regelrechte Lügner bemüht werden, die  erlogene Briefe an Zeitungen schrieben, diese dann aber schon beim ersten Schreiben meines Rechtsanwaltes voller Angst zurückzogen 

(siehe 5 : „Verleumdungen werden zurückgenommen“ - Brief von Jürgen Hultenreich und Erklärung von Friedrich Mäker). 

(siehe 6: „Opfer wendet sich gegen Henning Pawels Verfolger“ - 
Brief von Dr. Klaus D.) 

und (siehe 2: „Autoren nehmen H. Pawel gegen Stasiverleumdungen in Schutz“ -  Erklärung von 12 Autoren, die Einsicht in meine Stasiakten und Aussagen von Zeitzeugen nahmen. 

Man scheute auch nicht davor zurück, verleumderische Zitate zu fälschen, die die Chefin der Gauckbehörde, Marianne Birthler, in einer Rede vor dem Bundestag über mich gesagt haben soll. Hat sie natürlich nicht. Wie käme sie dazu? Der Konstrukteur des Zitats, Mario Falke, lebt in München und ist Betreiber einer prächtig gestalteten, sich ungeheuer seriös gebenden, gleichwohl nicht wahreren Webseite, auf der er sich als Fürsprecher von Stasiopfern aufspielt, obwohl ihm für diese so wichtige Aufgabe jede menschliche und fachliche Qualifikation fehlt.  Er wurde sofort von der Berliner Gauckbehörde aufgefordert, das völlig unwahre Zitat aus dem Internet zu nehmen. 
Weil keine Reaktion erfolgte, wurde er schließlich durch eine Verfügung des Amtsgerichtes München dazu gezwungen. Kurz darauf etablierte er in seiner von einem schier krankhaftem Geltungsbedürfnis getragenen gehässig – geschwätzigen Art das bewusste Zitat erneut. Ich finde in seinen, von unsäglichen und dummdreisten Anmassungen nur so wimmelnden Äußerungen, die u.a. darin gipfeln, dass Falke viele meiner Freunde und Bekannte sogar in der Nacht anruft und sie in seiner unverschämten Art belästigt, wird sehr deutlich, wer hier Eigenschaften an den Tag legt, die eindeutig denen entsprechen, die er vorgibt zu verabscheuen. Dieser Mann erlaubte sich sogar meine 93 jährige Mutter, der die Nazis die halbe Familie, nur weil sie Juden waren, umgebracht haben, in seine widerlichen Aktivitäten einzubeziehen und sich Äußerungen über die alte Frau zu erlauben. 
Vergleichen Sie sämtliche Unterlagen und Akten der Stasi und von Zeitzeugen über mich, sie sind im Anschluss zu lesen, weitere sind in meinem Besitz, die jeder gerne einsehen kann, mit dem denunziativen Geschmiere des Mario Falke, dann wird ganz eindeutig, um was für einen Menschen es sich bei ihm wirklich handelt. Hinzuzufügen ist noch, dass Mario Falke vor dem Amtsgericht in München in Gegenwart meiner Anwältin und seines Anwaltes erklärte: " Eigentlich bin ich nicht verhandlungsfähig."  Meine Anwältin, die über dieses aufschlußreiche Argument lächeln musste, wurde sofort drohenden Blickes von Mario Falke belehrt. " Da gibt es nichts zum Lachen."
Diesmal hatte er sogar recht. Heulen über so viel falsche Moral, Wichtigtuerei und Anmassung wäre weiß Gott angebrachter. 

Auch neulich wurde wieder von Herrn Falke, als wäre es eine sensationelle Neuigkeit, eine Erklärung, die ich vor mehr als 27 Jahren an die Stasi abzugeben hatte, veröffentlicht. Die üblichen Drohungen fehlten auch dieses mal ebenso wenig wie die obligatorischen Denunziationen und Lügen. Um seinen beeindruckenden Drang zum Wichtigtuen und zum Petzen nachzukommen, installiert Falke neuerdings all seine Sudeleien, natürlich immer die selben Dinge, auch in diversen Internetlexica. 
Ich habe nie verschwiegen, dass es solche Kontakte gab und dass ich auch solche Erklärungen abzugeben hatte. Die Umstände, in denen ich mich damals befand, könnt ihr im Anschluss aus meiner Biografie und den Stasiakten entnehmen. 

Natürlich wird in den Schmierereien Falkes, wie stets das Entscheidende unterschlagen, nämlich dass trotz dieser Erklärung  genau das Gegenteil erfolgt ist. Ich habe über niemanden belastende Dinge gesagt. Ganz im Gegenteil. Das ist, wie ihr lesen werdet, aktenkundig.

Wäre dem nicht so, hätten diese Leute in ihrer Sucht zu denunzieren, man muss nur lesen was und wie niederträchtig geschrieben wird, dieses längst veröffentlicht. 
Um keinerlei Irrtümer aufkommen zu lassen, Mario Falke, der Betreiber der bewussten Webseite, obwohl er ständig den Anschein zu erwecken sucht, hat nicht das Geringste mit der Stasiunterlagenbehörde zu tun. Ich stehe mit der Birthler-Behörde Erfurt in Kontakt und kann jedem, dem durch solche Menschen ähnlich zugesetzt wird, wirklich raten, sich dorthin zu wenden. Nur dort sind Auskünfte zu erhalten, die weder verfälscht noch in irgend einer Weise manipuliert sind. Auch bei den jüngsten, widerwärtigen Verleumdungen habe ich mich sofort an diese Behörde gewandt und dem für meine Akten zuständigen Mitarbeiter den Stand der Dinge mitgeteilt. 

Im Anschluss an diesen Text könnt ihr mehr zu der Problematik und Auszüge aus meinen Stasiakten lesen. Die kompletten Akten kann ich leider nicht ins Internet stellen. Es sind 100te von Seiten: Aber ich bin gerne bereit jedem, der ein ernsthaftes und berechtigtes Interesse hat, Auskunft und jede Einsicht zu gewähren. Lügnern und Verleumdern allerdings stehe ich nicht zur Verfügung. 

Zum Sachverhalt: Ihr werdet anschließend lesen und auch sehen, dass ich von der Stasi bereits in jungen Jahren, konkret seit 1965, also mit 20 Jahren beobachtet wurde.

 Ich flog von der Uni. Es wurde gegen mich der operative Vorgang  „Student“ eröffnet, dann kam laut meiner Stasiakte die „Aktion Konfrontation“ hinzu. Beide Vorgänge liefen unter massiver Stasibeobachtung über viele Jahre.


Es gibt jede Menge von Stasiberichten über mich, die immer das selbe zum Inhalt haben, meine Einstellung zur DDR, meine jüdische Herkunft, meine Haltung zu Israel. Meine Kontakte und meine Kritik an den undemokratischen Verhältnissen sind ebenfalls immer wieder aktenkundig gemacht worden. 

Anlässlich eines Familienfestes 1970,  erschien die Stasi und verhaftete mich. Ich wurde dort rund um die Uhr verhört. Und ich wurde, wie ihr weiter sehen könnt, fast bis zur Wende beschattet, observiert und abgehört. 
Operative Stasivorgänge z. B. „Wer ist wer“ u.a. sollten in den achtziger Jahren meine Beziehungen zu „staatsfeindlichen Elementen“ klären. 

Telefonüberwachungen und Beschattungen gehörten eben so zu meinem Alltag wie permanente Versuche der Stasi, mich zum Beobachten von Freunden und Kollegen zu veranlassen. Wie ich damit umging ist klar und deutlich aus meinen Stasiakten ersichtlich. Ich lehnte solche Ansinnen ab oder unterlief sie einfach. Die Stasi empört sich über viele Seiten meiner Akten über mein unkooperatives Verhalten.

Meine Kontakte zur Stasi begannen 1975. In diesem Jahr floh einer meiner Freunde, ein hochbegabter Wissenschaftler, in den Westen. Er war an streng geheimen Projekten der DDR beteiligt, besaß bereits eine Reihe internationaler Patente und machte eine steile Karriere. 


Er war mit seiner gesamten Familie heil im Westen angekommen. Meiner Frau und mir aber wurde von der Spionageabwehr der Stasi unterstellt, wir hätten von dieser angeblich durch den CIA vorbereiteten Flucht gewusst.

Für meine Frau, die als Zahnärztin im Offiziersrang bei der Nationalen Volksarmee arbeitete, war ein solcher Verdacht noch viel gefährlicher als für mich. Gegen sie wurde ein Disziplinarverfahren eröffnet und schlimmer noch, sie musste um ihre Kinder fürchten. Meine Frau war in erster Ehe geschieden und ihr Exmann stritt mit ihr um das Sorgerecht. Ein solcher Fall wäre der ideale Anlass gewesen, ihm das alleinige Sorgerecht zuzusprechen. 
Unser geflohener Freund nährte den Verdacht der Stasi noch durch zahlreiche Anrufe bei Bekannten, auch bei solchen, deren wir nicht so sicher waren, von denen ich auch mittlerweile aus den Akten weiß, dass zumindest zwei von ihnen auf mich angesetzt waren und von denen er uns zu allem Übel auch des öfteren Grüße und Botschaften übermitteln ließ. U a. wendete er sich mehrfach telefonisch über eine Dozentin, Waltraud. S., die mit dem Privatsekretär Erich Honeckers verheiratet gewesen war, an uns. Zu diesem Zeitpunkt wurden wir bereits abgehört und überwacht, was wir damals zwar schon vermuteten, aber jetzt 28 Jahre später durch die Abhör- bzw. Beschattungsprotokolle der Stasi genau wissen. Wenig später verließ die Frau unseres Freundes die DDR, dann seine Schwester samt Schwager und 10jährigem Sohn. Wir waren völlig verwirrt und ratlos, wie so etwas bei einem angeblich so brisanten Spionagefall möglich war. Ich wurde in den Monaten danach häufig nach Berlin zur Stasi einbestellt, um Telefonate mit dem Mann im Westen zu führen. Aus der Provinz waren Telefonate nach drüben damals noch nicht möglich. Natürlich war uns klar, dass die Gespräche abgehört würden. 

Aber unser Freund war in Sicherheit. Wir jedoch waren es nun wirklich nicht und sahen in den Telefonaten zumindest eine Möglichkeit zu beweisen, nichts von seiner Flucht gewusst zu haben. Trotz allem habe ich ihm mehrfach auf verschiedenen Wegen Warnungen zukommen lassen.

(siehe 7: „Henning Pawel hat in größter Integrität keinen Gebrauch von seinen Kenntnissen gemacht“ - Brief von Dr. Klaus D. an die Braunschweiger Zeitung)

Die Kontakte zur Spionageabwehr in Berlin erstreckten sich über den Zeitraum von etwas mehr als zwei Jahren. Was die Stasi aus diesen Gesprächen verwerten konnte und was nicht, entzieht sich meiner Kenntnis. Die prahlerischen Erklärungen über die Aufklärung kommerzieller Menschenhändler-banden, die angeblich von drüben aus operierten, glaubten wir ebenso wenig  wie all die anderen Legenden und Geschichten, die uns damals wie heute noch immer aufgetischt werden.

Die örtliche Stasi erschien zwar immer wieder und verlangte von mir als bei ihnen registrierter IM, Mitarbeit. Wie ich mit solchen Forderungen umging, könnt ihr klar und eindeutig in den Berichten der sogenannten Führungsoffiziere sehen. Ich wies sie ab oder unterlief sie, eben so gut es mir möglich war. 


(siehe 3: „ARD-Redakteure stellen klar: Wir sind nicht bespitzelt worden“ 

Schreiben des ARD- Journalisten Christian Oesterreich)

(siehe 4: „Moskauer Dissidenten: Edith und Henning Pawel haben uns und unserer Bewegung sehr geholfen“ -  Brief des ehemaligen sowjetischen Oberstmathematikers und Dissidenten Prof. Dr. George Samoilovitsch). 

Dem gegenüber stehen aus dem Zusammenhang gerissene und von der Stasi oft in selbstdarstellerischer Absicht geschriebene Aussagen, die nicht das geringste an dem Sachverhalt ändern. 
Bezeichnend ist natürlich auch, dass in diesen Sudeleien alle meine von den sogenannten Führungsoffizieren aktenkundig gemachten Versuche, mir die  Stasi vom Hals zu schaffen, meine aktenkundige Kritik an dem Regime und die Verweigerungen zur Zusammenarbeit völlig unterschlagen werden. Ihr könnt die Meinung, welche die Stasi über mich hatte, in den sogenannten Treffberichten der Führungsoffiziere,  immer wieder lesen. 

Ich wurde von der Stasi ab 1975 nach der Flucht unseres  Freundes zuerst als VL IM (Vorlauf IM), dann als IM Oertel geführt. Mehr zu diesem gesamten Komplex, zu den Hintergründen, Hintermännern, deren Schwindeleien und Verdrehungen, ihren eigenen schuldhaften Verstrickungen, nicht nur in Stasisachverhalte, stelle ich in meinen Lesungen aus den Stasiakten und in umfangreichen Veröffentlichungen vor, die gerade vorbereitet werden.

Ich habe, um meinen Lesern diese Zeit deutlich zu machen, eine Art Biografie erarbeitet, die ihr unter dem Titel „Leben mit der Stasi und danach“, ebenfalls im Anschluss lesen könnt.
Dieselbe soll detailliert darüber Auskunft geben, wie solch ein Leben wirklich ausgesehen hat mit der Stasi und  nun noch immer nicht ohne.

 
 
 

Henning Pawel,
           im Sommer 2005
 

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